HSV Troisdorf verliert Heimspiel gegen Niederpleis 2
Es sollten die zwei benötigten Punkte für das sichere Mittelfeld werden und aufgrund des engen Auswärtsspiels in der Hinrunde war man diesbezüglich auch guter Dinge; am Ende musste man sich aber nach einem schwachen Spiel verdient geschlagen geben. Mit 21:26 unterlag man den Gästen aus Niederpleis, während der HV Erftstadt sensationell gegen den feststehenden Meister, die HSG Sieg, gewann und jetzt punktgleich mit dem HSV Troisdorf ist.
Das Spiel begann gar nicht so schlecht und insgesamt kann man auch von einer Partie auf Augenhöhe sprechen, in den entscheidenden Phasen agierten die Gäste aber einfach cleverer und abgezockter. Bis zum 5:4 nach 10 Minuten führte der heimische HSV Troisdorf. Dann drehten die Gäste das Spiel mit drei Toren in Folge, wonach der HSV in der 20. Minute beim 7:7 wieder ausgleichen konnte. Das sollte aber auch der letzte Gleichstand des Spiels bleiben, da der HSV im Anschluss nicht mehr näher als an ein Tor Unterschied herankam.
Blickt man auf den Spielverlauf, waren hierfür wohl die letzten 5 Minuten der 1. Halbzeit und die ersten knapp 10 Minuten der 2. Halbzeit entscheidend. Denn in dieser Zeit setzte sich Niederpleis nicht nur auf den Pausenstand von 10:13, sondern im Anschluss auch noch erstmalig beim 12:17 auf fünf Tore ab. Im Anschluss daran erweckten die Gastgeber zwar nie den Eindruck, sich aufzugeben, andererseits schien es aber auch, dass der letzte Biss und die finale Entschlossenheit fehlten, um noch wirklich einen Wendepunkt herbeiführen zu können. Und so tickten die Minuten herunter, ohne dass sich am Spielverlauf großartig etwas änderte. Niederpleis tat das Nötigste, während Troisdorf die angezogene Handbremse nie lösen konnte – und wenn sich mal gute Gelegenheiten ergaben zu verkürzen, scheiterte man allzu häufig am starken gegnerischen Torhüter oder an den eigenen Unzulänglichkeiten. Das Endresultat von 21:26 spiegelte diesen Verlauf passend wie verdient wider.
Mit einer anderen Einstellung wäre mehr drin gewesen, diese ließen die Gastgeber aber wie so häufig in dieser Saison vermissen. Und so schwingt vor dem letzten Spiel der Saison bei der dritten Mannschaft des TSV Bonn rrh. am kommenden Sonntag das Gefühl mit, der HSV stellt sich gerne selbst ein Bein. Im letzten Saisonspiel muss aber dringend eine ganz andere Einstellung – wie die bei den Rückrundenspielen gegen den Kaller SC und die HSG Geislar-Oberkassel – gezeigt werden, denn sonst droht in Bonn eine herbe Klatsche. Der Gegner will schließlich Vizemeister werden und wird den Männern des HSV daher wohl kaum auch nur einen Zentimeter schenken.