Saison: 2024/25

Poppelsdorfer HV vs HSV Troisdorf (Herren)

HSV Troisdorf zieht beim Poppelsdorfer HV in nächste Pokalrunde ein

Während der Pause des Ligabetriebs aufgrund der Herbstferien stand für die Handballer des HSV Troisdorf das Achtelfinale und damit die erste Runde des Kreispokals Bonn/Euskirchen/Sieg auf dem Programm. Dort konnte sich das favorisierte Team auswärts beim klassentieferen Poppelsdorfer HV durchsetzen und mit dem 39:25 Sieg das Ticket fürs Viertelfinale lösen.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (2:2 nach knapp 6 Minuten) konnten sich die Gäste aus Troisdorf zwar über 6:2 auf 9:4 nach einer guten Viertelstunde absetzen, so richtig abschütteln ließen sich die Hausherren in der ersten Halbzeit aber zu keinem Zeitpunkt. Immer wieder verkürzten die Poppelsdorfer insbesondere durch einfache Tore aus dem linken Rückraum und über den Kreis. So stand es auch nach knapp 28 Minuten „nur“ 15:12 für den HSV. Bis zum Halbzeitpfiff gelangen aber noch zwei weitere Tore, sodass der Vorsprung beim 17:12 zur Pause erneut fünf Treffer betrug.

Einerseits geriet man im ersten Durchgang nie richtig unter Druck, andererseits hatte man genug Gelegenheiten, sich mit mehr als 5-6 Toren abzusetzen, weshalb man sich in der Kabine vornahm, noch etwas mehr zu investieren. So richtig gelang dies allerdings erst ab der 40. Minute. Denn bis dahin konnte Poppelsdorf den Abstand beibehalten (23:18 für den HSV). Anschließend zogen die Troisdorfer aufgrund gut vorgetragener Angriffe und schnellen Gegenstößen auf 30:20 davon (48. Min.). In dieser Phase setzte vor allem Linksaußen Benjamin Fuchs dem Spiel im Angriff seinen Stempel auf. Aber auch der später insgesamt zehnfache Torschütze Alexander Hönig fand immer wieder Lücken in der Deckung des Gegners. Bekanntlich gestaltet sich ein solches Spiel mit einem sicheren Vorsprung im Rücken deutlich einfacher, sodass die Troisdorfer die letzten 12 Minuten souverän zu Ende brachten und den Abstand bis zum Schlusspfiff und den Endstand von 39:25 sukzessive ausbauten.

Aus einer geschlossenen Teamleistung ragten neben den bereits genannten Spielern auch der Taktgeber und achtfache Torschütze Patrick Katzer sowie der voller Energie strotzende Außenspieler Leon Reuter heraus – ihm sollten am Ende neun Tore gelingen. Trotz des klaren Sieges wurde auch deutlich, woran die Handballer des HSV zu arbeiten haben. Mit den Schlagworten Kommunikation, Energie, Konzentration und Frische kann man dabei vieles unter „Kopfsache“ verbuchen.

Im Viertelfinale des Pokals treffen die Troisdorfer voraussichtlich auf den Sieger der noch ausstehenden Partie HV Erftstadt gegen Wölfe Voreifel. Zunächst geht es aber im Ligabetrieb weiter: Schon am kommenden Samstag, den 02.11., empfängt man mit der HSG Sieg nicht nur den direkten Nachbarn zum Derby, sondern auch den verlustpunktfreien Tabellenführer. Anpfiff des Spiels vom 6. Spieltag ist um 15:30 Uhr in der Rundsporthalle Troisdorf.

vs
16:00

TVE Bad Münstereifel vs 1. Herren

HSV Troisdorf erkämpft sich Punkt in Bad Münstereifel, vergibt aber den möglichen Sieg

Die Herren des HSV Troisdorf haben am vergangenen Wochenende im Auswärtsspiel gegen den TVE Bad Münstereifel beim 26:26 einen Punkt geholt. Was vor der Partie gegen den letztjährigen Vizemeister sicher gefeiert worden wäre, fühlte sich doch im Anschluss trotz des formstarken Auftritts eher wie eine verpasste Gelegenheit an.

Ausgeglichener Schlagabtausch in der ersten Hälfte

Die Troisdorfer traten verletzungs- und krankheitsbedingt mit einem stark dezimierten Kader an. Dazu gesellten sich die schwankenden Leistungen der letzten Wochen, weshalb man mit gedämpften Erwartungen zu einem der vermeintlichen Topteams der Liga reiste. Umso überraschender war die geschlossene Mannschaftsleistung, die das Team von Beginn an zeigte. Im Angriff arbeitete man zumeist konzentriert, ohne unnötige Einzelaktionen und Ballverluste, während das Team in der Deckung vollen Einsatz zeigte. Ein besonderer Rückhalt war dabei Torhüter Olaf Dannewitz, der einen Sahnetag erwischte und zahlreiche Paraden zeigte.

Die Partie startete ausgeglichen und kein Team konnte sich in den ersten Minuten absetzen. Nachdem Bad Münstereifel in der 3. Minute durch einen 7-Meter-Treffer mit 1:0 in Führung ging, glichen die Troisdorfer umgehend aus und drehten die Partie. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Führung mehrfach wechselte. Nach 16 Minuten stand es 6:6 in dieser offenen Partie. Eine Auszeit der Troisdorfer brachte nicht etwa neuen Schwung ins eigene Spiel, sondern spielte den Gastgebern in die Karten. Bad Münstereifel setzte sich erstmals mit zwei Toren ab und führte nun durchgehend bis zur 28. Minute. Dann glich Troisdorf erneut aus und es gelang sogar, sich bis zur Pause ein wenig abzusetzen, Halbzeitstand: 14:11 für die Gäste aus Troisdorf.

Starke Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit – nervöse Schlussphase kostet den Sieg

Die Troisdorfer kamen hochmotiviert aus der Kabine und lagen in der 37. Minute folgerichtig mit fünf Toren vorne (19:14). Immer wieder war es der insgesamt 9-fache Torschütze Alexander Hönig, der wichtige Treffer landen konnte. Doch dann zeigten die Gäste Nerven: Statt in dieser Phase den Deckel drauf zu machen, was sowohl beim 20:17 (40. min.) als auch beim 24:21 (48. min.) aus eigener Sicht möglich gewesen wäre, nutzte man die eigenen Chancen jetzt viel seltener. Das ist insofern bemerkenswert, da man sich eben wieder auf drei Tore absetzen konnte, nachdem das Momentum zuvor schon einmal zu kippen drohte. Beim Stand von 19:15 für Troisdorf erhielten die Gastgeber eine Zeitstrafe, die das heimische Publikum und die Spieler des TVE als Initialzündung nutzten, die Gäste unter Druck zu setzen. Die Folge war der Anschlusstreffer, wodurch der HSV plötzlich nur noch mit 21:20 führte. Zwei Tore in Folge sorgten wider Erwarten dann aber eben nicht zur erneuten Beruhigung. Im Anschluss an das bereits genannte 24:21 gelang es zwar, den Vorsprung bis zum 26:24 in der 58. Minute zu halten, man agierte aber viel zu hektisch und traf in nahezu jeder Situation die falsche Entscheidung – ob es der viel zu frühe Abschluss im Angriff war oder das kopflose Verhalten in der Deckung. So endete die Partie mit einem 26:26-Unentschieden.

Trotz des gefühlten Punktverlustes zeigt die Leistung in Bad Münstereifel, dass die Männer des HSV Troisdorf auf einem guten Weg sind. Es gilt nun, in der anstehenden Herbstpause weiter an der Konstanz zu arbeiten, um in den kommenden Spielen souveräner aufzutreten. Es wird deutlich: Am besten laufen die Spiele, wenn man die Konzepte der Trainer konsequent umsetzt!

Am 27.10. wartet in der ersten Runde des Kreispokals der Poppelsdorfer HV, ehe am 02.11. das Derby gegen die verlustpunktfreie HSG Sieg ansteht.

vs
14:30